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„Wieso wir? Wie Sozialarbeit wirkt“
Radiosendung des campus & city radio St. Pölten zu häuslicher Gewalt und dem
Gewaltschutzzentrum NÖ
Am 02.04.2012 war DSA Marlies Leitner, Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums
NÖ, Gast von Mag. (FH) Martin Zauner in der einstündigen Radiosendung der
Fachhochschule für Sozialarbeit. Die Sendung versucht, laut Eigendefinition,
“AkteurInnen der sozialarbeiterischen Landschaft ins Rampenlicht zu rücken
und deren wertvolle - aber oft im Verborgenen - stattfindende Arbeit und Leistung
einem breiten Publikum bekannt zu machen“, wobei soziale Brennpunkte beleuchtet
und zur Diskussion gestellt werden.
Die Sendung bot Möglichkeit, über Ausmaß und Wirkungen von
häuslicher Gewalt und Stalking zu sprechen, die Gewaltschutzgesetze vorzustellen,
sowie über die Angebote des Gewaltschutzzentrums NÖ zu informieren. Die Gewaltschutzgesetze
haben eine geänderte Bewertung von häuslicher Gewalt herbeigeführt. Um bestehende
strukturelle Gewaltverhältnisse aufzubrechen, sind weitere gesellschaftliche
Änderungen vonnöten.
“Damit Frauen und Kinder gewaltbelasteten Beziehungen
entfliehen können, braucht es ein breites kommunales Angebot von leistbaren
Wohnungen; Alleinerziehende sind schon bisher am stärksten armutsgefährdet,
für Gewaltbetroffene vervielfachen sich Notlagen; und Migrantinnen benötigen
ein vom misshandelnden Ehemann unabhängiges Aufenthaltsrecht“, so DSA
Marlies Leitner.
Internationaler Frauentag 2012
Der internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Frauen sind für
die Einführung des Frauenwahlrechts, für bessere Arbeitsbedingungen,
für gleiche Löhne und besseren Mutter- und Kinderschutz auf die
Straße gegangen. Wir haben seither viel erreicht, aber es liegt auch
noch ein weiter Weg vor uns, die tatsächliche Gleichstellung von Männern
und Frauen zu erreichen.
Das historisch gewachsene Geschlechterverhältnis als Machtverhältnis – bei dem Frauen volle Chancengleichheit vorenthalten wird – bildet den Nährboden für Gewalt an Frauen. Darauf hat die UNO schon vor Jahrzehnten verwiesen. Österreich hat mit den Gewaltschutzgesetzen das Recht auf Sicherheit und Unversehrtheit in den eigenen vier Wänden anerkannt; seither sind Frauen und Kinder, denen Gewalt widerfährt, nicht mehr Flüchtlinge im eigenen Land. Wir haben viel erreicht, um häusliche Gewalt an Frauen aus der Tabuzone zu holen und zu ächten. Aber es bleibt auch noch viel zu tun, um Frauen ein selbstbestimmtes gewaltfreies Leben zu ermöglichen.
Die Veranstaltungen zum internationalen Frauentag möchten
auf die uneingelösten Rechte für Frauen verweisen. Das Gewaltschutzzentrum
NÖ ist Teil der Frauenplattform St. Pölten und daher auch für
zwei Veranstaltungen mitverantwortlich:
„Besser eine Ehe ohne Liebe als eine Scheidung ohne Geld?“
Donnerstag, 1. 3. 2012, 19.00 Uhr, Haus 2.1, Ferstlergasse 4
Ein Diskussionsabend mit Rechtsanwältin und Autorin Dr.in
Helene Klaar über aktuelle Herausforderungen im Familienrecht.
Eintritt frei!
Dokumentarfilm „Shortcut to Justice“
Dienstag, 20.03.2012, 18.40 Uhr, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14
In Kalyan Nagar, einem armen Viertel am Rande der Millionenstadt
Vadodara im Nordwesten Indiens, haben sich Frauen zusammengeschlossen,
um gegen Ungerechtigkeit und Gewalt zu kämpfen:
Die "Frauen für Gerechtigkeit“ lösen die Probleme in
ihrem Stadtteil – sie
haben Gerichte gegründet und sprechen selber Recht.
Eintritt: 5,00€
Eine Veranstaltung der Frauenplattform St. Pölten in Kooperation
mit dem Cinema Paradiso
Download:
Tag der Kriminalitätsopfer 2012
Das Bundesministerium für Inneres veranstaltete in Kooperation mit dem Weissen
Ring und den österreichischen Gewaltschutzzentren / Interventionsstellen den
„Tag der Kriminalitätsopfer“ am 22.2.2012.
Vorgestellt und diskutiert wurde der Vorschlag für eine europäische Richtlinie
über Mindeststandards der Opferrechte und der Opferhilfe. Die zukünftige europäische
Richtlinie sieht vor, dass Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt,
sowie Opfer von Menschenhandel von kompetenten und spezialisierten Opferschutzeinrichtungen
unterstützt werden sollen. Wichtige Mindeststandards wurden in Österreich
mit den Gewaltschutzgesetzen und der Schaffung der Gewaltschutzzentren / Interventionsstellen
bereits verwirklicht. Jedes Jahr werden ca 15.000 Gewaltopfer in diesen Opferschutzeinrichtungen
unterstützt. Tenor der Veranstaltung war, dass dieser Weg fortgesetzt werden
muss. Verbesserungsbedarf wurde in der Kooperation zwischen Polizei, Justiz
und Opferschutzeinrichtungen bei Hoch-Risiko-Fällen eingefordert.
16 Tage gegen Gewalt an Frauen 2011
Am 25. November startet die Kampagne 16 TAGE GEGEN GEWALT AN FRAUEN. Im Kampagnenzeitraum
zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und dem Internationalen
Tag für Menschenrechte finden auf der ganzen Welt Aktionen statt. Österreich
nimmt seit 1992 an der Kampagne teil. Von Vorarlberg bis Burgenland finden
in diesen 16 Tagen Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Ringvorlesungen
etc. statt, um sich für ein gewaltfreies, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes
Leben aller Frauen und Mädchen stark zu machen.
Download:
GewaltSchutz - Schutz vor Gewalt Symposium 2009
Vom 16. bis 27. November 2009 fand anläßlich des 10-jährigen
Bestehens des Gewaltschutzzentrums NÖ eine mehrtägige Veranstaltungsreihe
an den verschiedenen Standorten des Gewaltschutzzentrums NÖ statt. Anerkannte
ExpertInnen aus den Bereichen Politik, Justiz, Gesundheit und Beratung informierten
und diskutierten. Umrahmt wurde die Veranstaltung von künstlerischen
Be- und Verarbeitungen des Themas Gewalt im sozialen Nahraum.
Download:
Einzelberichte Symposium
Tötungsdelikte im familiären Nahraum
Zweites Gewaltschutzgesetz
Kinder als Betroffene von häuslicher Gewalt
Männer - Partner - Väter - Täter
Frauenrechte sind Menschenrechte